Gipsfaserplatte als Anlagenuntergrund

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Gipsfaserplatte als Anlagenuntergrund

Beitrag von DersichdenWolfplant am Fr 5 Dez 2014 - 11:17

Hallo Leute, nach intensiven Planungen zu einer C-Gleis Spielanlage (an dieser Stelle sei nochmals jenen gedankt, die meinen konfusen Gedankengängen folgen mochten und wohl mittlerweile ein Lied davon singen können Wink) äußere ich mal einige Gedanken zu einem möglichen Anlagenuntergrund d.h. der 'Platte':

Seit ich vor Jahren bei einigen Aus- und Umbauten im häuslichen Bereich mit Gipsfaserplatten (nicht diese 'Rigips' Platten, die sind anders aufgebaut) zu tun hatte, bin ich, gelinde gesagt, einigermaßen angetan von den überraschend positiven Eigenschaften von solchen Verbundmaterialien in Bezug auf Verzugsfestigkeit, Belastbarkeit und Stabilität und dabei noch ausreichender Flexibilität, ganz zu schweigen von fehlenden unangenehmen Nebenerscheinungen wie etwaigen 'Ausdünstungen' bei Spanholz.....
Man kann direkt darauf gipsen, rumsudeln, sie lassen sich fast wie Butter schneiden (ähnlich MDF), raspeln, fasern dabei nicht aus und quellen bei Wasseraufnahme nicht mal auf im Ggs. zu Span- oder Sperrholz, und das ohne jegliche Grundierung wie bspw. einem Haftgrund.
Mit einem geeigneten Unterbau (Rahmen, Lattung) könnte ich mir durchaus vorstellen, damit zu arbeiten, was meint ihr?
Der unterstützende Rahmen sollte dabei natürlich eine ähnliche Längenverzugsstabilität aufweisen wie die Platte, um zu vermeiden, daß das Rahmenholz bei wechselnder Temperatur oder Raumfeuchte zu stark 'arbeitet', die Platte jedoch nicht, um auftretende Spannungen zu vermeiden, sollte also auch ein Verbundmaterial sein wie Leimholz o.ä.
Eine andere Sache ist freilich die mangelnde Schalldämmung aufgrund der geringen inneren Dämpfung ('akustische Härte') (der 'Hall'Effekt ähnlich wie bei schlecht gedämmtem Laminat) oder die zwangsläufig auftretende Staubbelastung bei möglichen Sägearbeiten, aber da kann man ja geeignete Maßnahmen treffen, oder?
Also z.B. bei Hornbach kostet so eine 2.00m x 1.25m große Fermacellplatte in 15mm Stärke aktuell €24,-
Da kommt doch so 'ne durchbiegefreudige Span- oder erst recht 'ne Tischler- oder Sperrholzplatte nicht mit, oder?
Bei einem so kleinen, überschaubaren Projekt jedenfalls dachte ich, daß es vielleicht einen Versuch wert wäre...

Hat damit vielleicht schon mal jemand 'rumexperimentiert? Wie sind ggf. eure Erfahrungen damit?
Was sagen die 'Materialexperten' unter euch dazu?

Viele neugierige Grüße
Frank


Zuletzt von DersichdenWolfplant am Fr 5 Dez 2014 - 11:47 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Gipsfaserplatte als Anlagenuntergrund

Beitrag von Andreas Pohl am Fr 5 Dez 2014 - 11:46

Hallo Frank,
für meine Bahn habe ich OSB Platten in 12mm stärkte (205cm x 60 cm um die 5€ / Stück) bei Hornbach gekauft. Diese OSB Platten sind die Innenausbaublatten mit der Hackschnitzeloptik. Sie haben eine schalldämmende Wirkung. Gleisschrauben lassen sich ganz leicht einschrauben. Diese Platten verziehen sich nicht.
Als Rahmen habe ich diese Regalwinkel genommen mit der durchgehenden Lochung. Mit dieser Kombination habe ich seit Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich kann mit meinen 95Kg Lebendgewicht auch auf der Platte spazieren gehen.

In dem folgenden Bild sieht man die Materialien glaube ich ganz gut.



Bei Gips oder Famazellplatten hat man das Problem der Befestigung. Eine Viessman Lampe lässt sich nur schwer befestigen auch Gleisschrauben stellen ein Problem dar. Zusätzlich bleibt immer ein Kalk oder Gipsstaub auf der Anlage der sich schmirgelnd in Mechaniken und Getrieben festsetzt!

Freundliche Grüße

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Re: Gipsfaserplatte als Anlagenuntergrund

Beitrag von Gast am Fr 5 Dez 2014 - 11:49

Hallo Frank,
also ich würde ja lieber 8 oder 10 mm Spanplatte nehmen und Preislich müsste da bei 20,00 € liegen bei der Platte und guten Ramen drunter Bauen.


Hab bei mir auch nur Größten Teil 8 mm Spanplatten Verbaut.

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Re: Gipsfaserplatte als Anlagenuntergrund

Beitrag von DersichdenWolfplant am Fr 5 Dez 2014 - 11:56

Hallo Andreas, Hallo Burkhard
ja genau diese OSB Platten hatte ich auch gesehen, zwei davon ergäben ja auch schon das gewünschte Maß von 1.20m x 2.00m
Ergeben eine Suuuper Optik bei Selbstbau Boxen übrigens.... Wink
Die Staubbelastung ist natürlich ein Problem, aber gedacht hatte ich, nach den notwendigen Einschnitten für leichte Anhebungen und Absenkungen und dem anschließenden Angipsen die Platte dann im Ganzen erstmal zu streichen, um ihr eine ansehnliche Oberfläche zu verpassen.
An die (Schraub-)Befestigung von Gleisen o.ä. habe ich dabei natürlich noch gar nicht gedacht Embarassed
@ Burkhard: 'Stinken' Spanplatten denn immer noch so wie früher? Neutral Hatte zuletzt immer nur mit MDF oder Echthölzern gearbeitet
Danke Jungs
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Re: Gipsfaserplatte als Anlagenuntergrund

Beitrag von Andreas Pohl am Fr 5 Dez 2014 - 12:03

Hallo Burkhard,
Spanplatte hatte ich früher auch einmal eingesetzt und zwar die Fußbodenverlegeplatten mit 19mm Stärke. Dadurch das diese so dick waren dämmten die den Schall total. Allerdings mit den Jahren fingen sie an durchzuhängen, trotz Spanten mit 50cm Abstand. Auf der Oberfläche wippten dann die Züge von Spante zu Spante. Zusätzlich sind diese Platten extrem schwer. Nimmt man dünnere Platten so schwingen die wie eine Lautsprechermembran und es wird unerträglich laut. Je härter die Platten sind um so lauter wird es. Deshalb benutze ich auch keine Sperrholzplatten, weil Stärken ab 25mm unbezahlbar werden und erst ab dieser Stärke das Schallverhalten gering wird.
Die OSB Platten sind selbsttragend, leicht, schalldämmend und günstig im Preis

Freundliche Grüße

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Re: Gipsfaserplatte als Anlagenuntergrund

Beitrag von DersichdenWolfplant am Fr 5 Dez 2014 - 12:06

... Gedanke war ja auch, diese üblen Quellerscheinungen bei Einwirkung von Wasser, d.h. auch feuchtem Gips oder Farbe auf Holzmaterialien zu vermeiden......? Idea
Ja, genau das lästige 'Durchhängen' wollte ich auch vermeiden....
Thema OSB Platten, nimmst Du da die geschliffenen? Die anderen wären mir nämlich zu rauh, kenne ich ja zu genüge, aber die sind wirklich leicht im Vgl. zur Stabilität (12-15mm) Very Happy
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Re: Gipsfaserplatte als Anlagenuntergrund

Beitrag von DersichdenWolfplant am Fr 5 Dez 2014 - 12:21

... also meine ALLERERSTE Platte als Bub war selbstverständlich eine 19mm Spanplatte, die mein Vater besorgt hatte, natürlich damals noch ohne die E1 Norm, die ganze Familie hatte danach Kopfschmerzen, ausgenommen ich... Very Happy
Es stand zudem aufgrund der sich daraufhin einstellenden Geruchsbelästigung jeder im Verdacht, Käsefüße zu haben... Wink

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Re: Gipsfaserplatte als Anlagenuntergrund

Beitrag von Gast am Fr 5 Dez 2014 - 12:41

Hallo,
also ich habe bis jetzt keine Gerüche oder Probleme mit den Spanplatten gehabt.

Aber jeder soll es so entscheiden welches Material er Verbauen will / möchte.

Ok man kann auch 8 mm Sperrholz verbauen, hat nur den nachteil das es beim 
Fahren der Züge Laut ist wenn die Leisten zuweit aus einander sindVery Happy

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Re: Gipsfaserplatte als Anlagenuntergrund

Beitrag von DersichdenWolfplant am Fr 5 Dez 2014 - 13:14

@alle...
... wollte ja anfangs auch bloß wissen, ob der Gedanke mit der Gipsfaserplatte vollkommen abwegig ist oder ob das u.U. vorstellbar wäre...
Nicht daß hier am Ende noch eine 'Materialschlacht' aufkommt Wink ..einen 'Krieg der Systeme' haben wir ja schon woanders erlebt und hier weit hinter uns gelassen, hoffe ich Lächeln

Besänftigende Grüße
Frank
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Re: Gipsfaserplatte als Anlagenuntergrund

Beitrag von ruh-fi am Fr 5 Dez 2014 - 13:54

DersichdenWolfplant schrieb:@alle...
... wollte ja anfangs auch bloß wissen, ob der Gedanke mit der Gipsfaserplatte vollkommen abwegig ist

Besänftigende Grüße
Frank

Hallo Frank,

vollkommen abwägig nicht - aber als Grundplatte wo noch so einiges draufgebaut/geschraubt/befestigt wird => absolut ungeeignet....PUNKT.

..mehr hab ich dazu nicht beizutragen...

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Re: Gipsfaserplatte als Anlagenuntergrund

Beitrag von Andreas Pohl am Fr 5 Dez 2014 - 14:33

Hallo Frank,
meine OSB Platten, die ich verwende, haben eine glatte Seite, scheint lackiert zu sein und eine unbehandelte Seite. Ich habe die lackierte Seite als Anlagenuntergrund genommen. Durch die Lackierung dringt auch kein Wasser ein. Da es sich um Wandplatten handelt, macht es auch Sinn, da Wände i. d. R. auch Tapeziert werden, dürfen die ja auch nicht quellen. Bei den Platten wird m. M. n. ein Leim verwendet der Wasserfest ist.
Zu den Ausdünstungen, ich glaube seit den späten 90ger Jahren dürfen keine Spanplatten für Innenausbau mehr verkauft werden, die nicht mindestens der Norm E1 entsprechen. Meine Platten rochen etwas nach Honig, als sie ganz neu waren, verging aber nach ein paar Tagen. Man sollte die Platten sowieso im Raum klimatisieren lassen, bevor man diese verbaut, ist so wie bei Laminat.

Hier mal zu meinen Berichten die ich hier im Forum geschrieben habe als ich meine Anlage (Pohlheim) aufgebaut habe:

http://spielbahnen.forumieren.com/t2390-c-gleis-auffullung-wie-macht-ihr-es

http://spielbahnen.forumieren.com/t4276-wie-es-mit-pohlheim-weiter-geht-oder-der-zweite-bauabschnitt

http://spielbahnen.forumieren.com/t5445-anlage-pohlheim-und-der-dritte-bauabschnitt


Freundliche Grüße

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Die 'Platte' und kein Ende....

Beitrag von DersichdenWolfplant am Mo 8 Dez 2014 - 11:53

Hallo nochmal Andreas,
obwohl schon ich einige Male mit OSB gearbeitet habe (allerdings mit boxenbautechnisch 'relevanteren', d.h. größeren Stärken), kann ich mich gar nicht mehr so recht an daran erinnern, ob und wie biegsam die waren, wohl auch weil ich das tunlichst vermieden hatte Rolling Eyes - kannst Du Dir vorstellen, daß man die, seitlich am Gleisverlauf eingeschnitten, 'sanft' hoch- oder 'runterbiegen (nicht 'knicken') kann, so um einige wenige Zentimeter? Mir kommen die in der Erinnerungen trotz ihres geringen Gewichts doch recht steif vor (große, lange Fasern/Schnittstücke), was ja auch erst mal gut und richtig so ist, was sind da ggf. deine Erfahrungen? Oder hast Du immer nur die ganze Platte 'as is' verwendet und Auf- und Abfahrten 'gesondert' konstruiert, d.h. nicht die Platte eingeschnitten und gehoben/abgesenkt um z.B. sanfte Steigungsübergänge zu ermöglichen?

Zweitens: Darf ich deine 'Gleisauffüllmethode' so auch für meine geplante Anlage versuchen zu übernehmen, falls mir doch nichts Besseres einfällt, wovon ich mal stark ausgehe? Lächeln
...mit den stümperhaften Ergebnissen meines kläglich scheiternden Versuchs, Bahnsteiggleise aufzufüllen Ablach ....würde ich euch dann zur gegebener Zeit eh' konfrontieren ...  No

Drittens: IHR habt ALLE so nette Namen für eure Anlagen, dürfte ich meine geplante in Anlehnung an 'Pohlheim' womöglich 'Wahlheimat' nennen? (Mein werter Nachname... Very Happy) oder bleibe ich doch besser bei 'Nummer 5 lebt', weil der Plan sich ja an der 'Anlage #5' aus dem alten M-Gleisplanheft 0350 orientiert? scratch

Viele Grüße
Frank
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Re: Gipsfaserplatte als Anlagenuntergrund

Beitrag von Andreas Pohl am Mo 8 Dez 2014 - 13:02

Hallo Frank,
die 12mm OSB Platten lassen sich schon biegen. So habe ich ca. 3 Gleislängen in der Grundplatte lang eingeschnitten und habe so die 12mm hochbiegen können um anschließend das Trassenbrett (auch 12mm stark) der Wendel angeflanscht, geht auch in Radien. Diese ergab einen ganz weisen Übergang aus der Ebene in die Steigung ohne Knicke. Die Wendeln sind ebenfalls aus diesen OSB Platten gebaut und schrauben sich 32cm auf die zweite Ebene hoch. Dafür benötigt man schon eine gewisse Flexibilität.
Meine Bauberichte habe ich hier in dieses Forum eingestellt, in der Hoffnung, Kollegen damit Ideen und Anregungen geben zu können. Ein Kopieren ist ausdrücklich erlaubt.
Jeder sollte seine Anlage benennt wie es im gefällt.

Freundliche Grüße

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Re: Gipsfaserplatte als Anlagenuntergrund

Beitrag von DersichdenWolfplant am Mo 8 Dez 2014 - 14:03

Danke wiederum 1000mal Andreas,
habe ich mir doch glatt das von-vorne-bis-hinten Durchlesen deiner Bauthreads gespart, obwohl ich mir die sicherlich in einer ruhigen Minute mal aufmerksam und wissbegierig vornehmen werde Lächeln

Wenn Du 12mm OSB auch in Wendeln 'verwendelt' hast, bedeutet das ja, daß Du die auf der Länge eines mehr oder weniger großen Kreisumfangs ja mindestens um die Durchfahrtshöhe 'verbogen', d.h. verwunden haben mußt, das ist 'ne ganze Ecke und rein biegetechnisch weit mehr als das, was ich rein 'kosmetisch' in meinem Plan vorhabe Very Happy

Deswegen fragte ich ja... 'Wahl('s)heimat' oder 'Nummer fünf lebt!', bin da noch nicht so ganz schlüssig Wink
'ZuTodegeplant III' oder so wäre mittlerweile vielleicht auch noch 'ne AlteNaive... scratch

Aber erst mal zusehen, daß mein Transportutensil wieder in Schuß kommt, sonst ist Essig mit der Materialbeschaffung, bin mehr und mehr davon überzeugt, daß OSB das Material meiner 'Wahl'anlage werden wird, vielleicht überfalle ich mal den Baumarkt meines Vertrauens und biege probehalber mal ein bißchen 'dran herum, also am OSB Lächeln

Viele Grüße
Frank
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