Kummerkasten DHG500 (3078)

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Kummerkasten DHG500 (3078)

Beitrag von Folkwang am Mo 15 Okt 2018 - 21:56

Am Sonntagnachmittag wollte ich an einer alten DHG500 Wartungsarbeiten durchführen - das ist dabei rausgekommen:

Zunächst wurden die Räder mit Ohrenreinigerstäbchen und Isopropanol gut gereinigt. Festsitzendere Verschmutzungen im Bereich der Spurkränze wurden mit einem Zahnstocher entfernt. Danach nochmal Isopropanol und die Räder waren fast blitzblank.
Die Testgleise waren durch Behandlung mit 1000er Schmiergel und anschließenden abreiben der Schienenoberkante mit Isopropanol ebenfalls in einem sehr guten Zustand.

Der Umschalter machte Probleme. Es kam zu dem sogenannten "Bocksprung", bei dem die kleine Lok auch schon mal 20cm oder
weiter wegsauste. Durch gefühlvolles Dehnen der Feder des Umschalters war das Anrucken beim Schaltvorgang auf nur noch ungefähr 5mm zurückgegangen und lag damit in einem für mich vertretbaren Bereich. Danach fuhr die Lok eigentlich schon recht gut.

Aber ich wollte das gute Stück optimieren und so sollten auch die Kontaktflächen des Umschalters gereinigt werden. Also habe ich den Umschalter durch lösen der einzigen Befestigungschraube ausgebaut und mittels eines Glasfaserradierer die Kontakte, die schwarz waren, ebenfalls blitzblank gemacht. Anschließend noch ein ganz klein wenig Kontaktspray über die Kontakte - ich wollte es ja 100%ig haben.
Doch oh Schreck - beim Ausbau des Umschalters waren die beiden 0,2mmØ Kupferlackdrähte, die zur Motorspule führen,
abgebrochen.
Jetzt kamen also auch noch Lötarbeiten hinzu. Den Umschalter vor Augen überlegte ich, wie ich die kommende Lötarbeit durchführen könnte. Von meinen drei Lötkolben, Geräten in 30Watt, 15Watt und 8Watt Ausführung, habe ich mich für den 15Watt Lötkolben mit einer Lötspitze entschieden. Die schwarze Kabelisolierung des nur 0,2mm Motorspulenlackdrahtes ließen sich doch wahrhaftig mit meiner Abisolierzange und gutem Zureden entfernen. Das Wiederanlöten der beiden Drähte war nicht ganz einfach, hat aber endlich doch funktioniert. Die Lok wieder auf das Gleis und mir schien es, daß sich die Fahreigenschaften nochmals verbessert hätten.
Uff - geschafft dachte ich - jetzt geht es ans wieder zusammenbauen, was sich jedoch als schwierig gestaltete, weil die "UKW-Drossel" ein richtiges Aufsetzen des Gehäuses verhinderte. Nachdem ich das Gehäuse zwei weitere Male Abgenommen und wieder Aufgesetzt hatte, dabei die UKW-Drossel oberhalb des Umschalters positioniert hatte, waren die beiden Motorspulendrähte wieder abgebrochen.

Also wieder den 15Watt Lötkolben genommen und versucht die Drähte wieder anzulöten. In Stress und Hektik war mir nicht bewußt, daß die beiden Lötfahnen oben am Umschalter auf Kunststoffmaterial befestigt sind und so habe ich durch zu langes Erhitzen mit dem 15Watt Lötkolben das Umschalteroberteil so verformt, daß die Umschaltmechanik nicht mehr gängig ist. Sad


Der rote Pfeil zeigt auf die Lötfahne, deren Trägermaterial durch Hitzeeinwirkung deformiert wurde. Im roten Kreis ist die störende "UKW-Drossel".

Der jetzt defekte Umschalter dürfte kaum noch zu retten sein. Ein elektronischer Umschalter erschein mir zu teuer für meine alte
DHG500, die ich vor Jahrzehnten von einem Wühltisch für 5 Mark mitgenommen hatte. Vielleicht finde ich bei eBay einen Ersatzumschalter ...

Bei diesem Wartungsarbeiten am Umschalter habe ich einiges gelernt:
1. am Umschalter darf nur mit der 8Watt Lötnadel gearbeitet werden!
2. der Kupferlackdraht der Motorspule ist nicht oxidiert - er sieht nur so aus.
Vor dem Löten muß der Lack abgekratzt werden!
3. die "UKW-Drossel" stört im Gehäuse erheblich.

Nachtrag: am Montagabend war ich mutig und habe mit einer Spitzzange den Umschalter einigermaßen wieder zurechtgebogen,
insofern das bei Kunststoffteilen überhaupt möglich ist. Die "UKW-Drossel" habe ich herausgetrennt und zur Seite gelegt. Mit meiner 8 Watt Lötnadel habe ich alle Drähte und Litzen angelötet. Die Lok fährt jetzt wieder ganz gut. Nur das Umschalten in eine der Richtungen funktioniert bedingt durch den beschädigten Umschalter nicht so gut.

Fazit:
Wenns mal irgendwo ganz billige elektronischer Umschalter gibt, möchte ich einen davon haben  Very Happy .
Auch wenn Märklinloks robust sind, so sind sie im Bereich der alten Umschalter sehr empfindlich.
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Re: Kummerkasten DHG500 (3078)

Beitrag von Analog-Fritze am Di 16 Okt 2018 - 3:23

Moin Uwe,

ja, mit dem Umschalter sollte man vorsichtig sein, besonders, wenn man da was löten will.

Normalerweise muß diese UKW-Drossel passen. Hat ja vorher auch gepasst, und passt auch in anderen Loks dieser Art.
Wenn es Dir total a.d.S. - geht......dann lass sie einfach weg.
Kommt nur darauf an, wo und wie Du wohnst. Falls Du Eigentum (Haus) hast, beeinträchtigt es eigendlich nur Dein eigenes Fernsehbild, bzw. Radio.
Obwohl ich auch 2 Loks ohne Drossel habe, und während die fuhren habe ich meine Frau gefragt, ob es im Fernsehen stören würde. Sie sagte, sie hätte nichts gemerkt.
Zudem habe ich auch keinerlei Entstörer an den Anschlußgleisen verbaut.

Daher wage ich mal zu sagen: So schlimm ist es nicht, wenn die Entstördrossel fehlt.

Betr. : Umschalter

hier:
https://www.ebay.de/itm/Marklin-Umschalter-f-3034-3036-3060-3063-usw-kabel-nach-vorne/223186907514?hash=item33f6f9f17a:g:RocAAOSwTw5blt-L:rk:3🇵🇫0

oder hier:
https://www.ebay.de/itm/Marklin-Umschalter-f-3000-3078-3003-3005-3060-3034-3036-3062-usw/312262962547?hash=item48b452ad73:g:iHoAAOSwM~RbmBmD:rk:8🇵🇫0

Oder eben auf Börsen, oder gut sortiertem Gebrauchthandel.
Nur - billiger sind sie dort meist auch nicht.

Andere Möglichkeit: total billige "Schrott-Lok" zum Ausschlachten bei E-Bay.
Ist egal welche, die Umschalter passen meist immer.
Als Suchbegriff gebe ich immer "Märklin Bastler defekt" ein.
Manchmal hat man Glück und findet eine Lok für ne Euro, oder so. Meist fallen da auch noch einige zusätzliche Teile ab.
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Re: Kummerkasten DHG500 (3078)

Beitrag von M Gleis Fan am Mo 29 Okt 2018 - 11:18

Hallo Uwe
danke für deinen Bericht. Es ist immer schön, wenn man es etwas über Loks und deren Reperaturen lernen kann.
Ich habe auch ein paar Modelle dieser Lok und weiß jetzt worauf ich achten muss :-)
Gruß Arno
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Re: Kummerkasten DHG500 (3078)

Beitrag von Andreas Pohl am Mi 31 Okt 2018 - 16:58

Hallo zusammen,
bei diese Fällen werden die Umschalter entsorgt und gegen einen günstigen Delta Decoder getauscht. Es geht auch der Andy von Uhlenbrock, ist aber teurer. Damit ist dann die Lok universell analog und mit Umstellen auch digital einsetzbar. Will man es super machen, so kauft man einen 60941 HLA Umbausatz (Motor) und ein Lopi oder das Umbauset 60760 mit HLA damit geht die analog/ digital Umstellung automatisch.

Freundliche Grüße

Andreas
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Re: Kummerkasten DHG500 (3078)

Beitrag von 103 109-5 am Mi 31 Okt 2018 - 19:38

Andreas Pohl schrieb:Hallo zusammen,
bei diese Fällen werden die Umschalter entsorgt und gegen einen günstigen Delta Decoder getauscht. Es geht auch der Andy von Uhlenbrock, ist aber teurer. Damit ist dann die Lok universell analog und mit Umstellen auch digital einsetzbar. Will man es super machen, so kauft man einen 60941 HLA Umbausatz (Motor) und ein Lopi oder das Umbauset 60760 mit HLA damit geht die analog/ digital Umstellung automatisch.

Freundliche Grüße

Andreas
Hallo,
diese DHG 500 benötigt den Umbausatz 60943 für den kleinen Scheibenkollektormotor.Somit passt auch nicht der Motor aus 60760.
Mit HLA und Märklin mLD/3 oder ESU Lopi 4 /Lopi 4 M4 fährt die alte DHG 500 absolut perfekt.
Nach dem Umbau ist sie dann genauso teuer wie eine aktuelle Märklin 36501, die laut Katalog 2018/2019 und Märklin Seite jetzt mit einem mfx Decoder ausgestattet ist
https://www.maerklin.de/de/produkte/details/article/36501/
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Re: Kummerkasten DHG500 (3078)

Beitrag von Andreas Pohl am Mi 31 Okt 2018 - 19:47

Hallo Tobias,
da hast Recht mit dem Umbausatz 60943. Der Vorschlag mit den HLAs war als eine Alternative gemeint, am günstigsten kommt man mit einem gebrauchten Delta Decoder davon.

Freundliche Grüße

Andreas Very Happy
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Re: Kummerkasten DHG500 (3078)

Beitrag von Folkwang am Fr 2 Nov 2018 - 9:30

Hallo Andreas, hallo Tobias,
"Andy von Uhlenbrock", 60941 HLA Umbausatz und "Lopi" sind für mich zunächst einmal nur Böhmische Dörfer. Die Entwicklung der digitalisierung der Wechselstromloks von Märklin ist an mir gänzlich vorbeigegangen. In den 70er Jahren bin ich wegen der bekannten schlechten Fahreigenschaften der Märklinloks wie Umschalten, Langsamfahren, Geräuschkulisse, dieses Knattern und Mergeln, zu Roco und Fleischmann gewechselt. Gerne erinnere ich mich noch daran wie ich mittels einer 1,5 Volt Mignonbatterie eine Fleischmann BR50 lautlos und gleichmäßig über die Gleise fahren ließ - über das Umschalten der Fahrrichtung bei den Gleichstromloks braucht man ja nicht zu reden. Inzwischen sind viele Jahrzehnte vergangen und auch digitale Märklinloks können sich leise und manierlich bewegen, weisen auch passable Langsamfahreigenschaften auf und lassen sich umschalten ohne den nächsten Prellbock zu zerdeppern bzw. Züge im Bogen aus dem Gleis zu werfen.

Delta Decoder - was machen so eine DHG500 eigentlich alles wenn ein solcher Delta Decoder eingebaut ist?
Tobias schrieb:Mit HLA und Märklin mLD/3 oder ESU Lopi 4 /Lopi 4 M4 fährt die alte DHG 500 absolut perfekt.
Nach dem Umbau ist sie dann genauso teuer wie eine aktuelle Märklin 36501, die laut Katalog 2018/2019 und Märklin Seite jetzt mit einem mfx Decoder ausgestattet ist
Gut mich darüber informiert zu haben, damit ich erst gar nicht versuche meine DHG500 durch Umbauten dahin zu bringen.
An einen Einbau eines gebrauchten Delta Decoder würde ich mich aber heranwagen, wenn dadurch ausreichende Verbesserungen entstehen würden.
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Re: Kummerkasten DHG500 (3078)

Beitrag von Andreas Pohl am Fr 2 Nov 2018 - 10:06

Hallo Uwe,
erst einmal sollte geklärt werden ob Du analog oder digital Deine Anlage betreibst. Solltest Du analog fahren, wird sich mit dem Decoder lediglich das Umschalten verbessern, da reicht aber auch eine Umschaltelektronik aus den 80gern.
Eine Lok mit Delta Decoder kann eigentlich nur zusätzlich mit digital angesprochen werden. Die Fahreigenschaften verbessern sich m. M. nicht. Das Licht geht auch nur mit Fahrspannung an.
Setzt Du Digital ein, so würde ich keinen Delta kaufen, sondern auf ein Umbauset mit Gleichstrommotor gehen. Die Digitaldekoder können in der Regel Licht schalten, haben zusätzlich bis zu zwei Funktionen schaltbar z. B. Rauch oder Fahrwerksbeleuchtung und eine Lastregelung. Man kann meist einen Rangiergang schalten. Auch haben sie eine Brems bzw. Auslaufeigenschaft. Kauft man ein Umbauset, kostet etwas mehr, aber man erhält eine recht gute Umbau bzw. Einbauanleitung gleich mit. Mit dieser ist die Ümrüstung dann weniger ein Problem.


Freundliche Grüße

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Re: Kummerkasten DHG500 (3078)

Beitrag von 103 109-5 am Fr 2 Nov 2018 - 11:16

Hallo,
mit einem Delta Decoder verbessern sich die Fahreigenschaften leider nicht.
Eine enorme Verbesserung bringt die Umrüstung auf den Märklin HLA 60943 (Ersatz für den kleinen Scheibenkollektormotor) und Märklin mLD/3 60972 bzw. ESU Lokpilot 4 / Lokpilot 4 M4.
Eine Umrüstung mit einem ESU HAMO Umrüstset lohnt sich nur, wenn der alte Scheibenkollektor noch wie neu ist.
Dann kann man sehr gute Fahreigenschaften rausholen, wie hier bei meiner Märklin 3065 V60:
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Re: Kummerkasten DHG500 (3078)

Beitrag von Folkwang am Fr 2 Nov 2018 - 12:05

Hallo Andreas,
noch wird bei mir analog mit einem weissen bzw. blauen Trafo gefahren.
Die Beschaffung einer günstigen, gebrauchten MS2 60653, Netzteil und Anschlußbox wird von mir jedoch angestrebt.
Laufen die Analogloks mit so einer MS2 eigentlich auch?
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Re: Kummerkasten DHG500 (3078)

Beitrag von Folkwang am Fr 2 Nov 2018 - 12:22

Hallo Tobias,
eine V60 mit so guten Fahreigenschaften, wie die von Dir gezeigte,  ist ein von mir lang gehegter Traum.
Am kommenden WE hoffe ich eine analoge in gutem Zustand bei eBay ergattern zu können.
Irgendwann sollte sie dann so fahren wie Deine. Ein Bißchen Knattern vom Motor bleibt jedoch ?
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Re: Kummerkasten DHG500 (3078)

Beitrag von 103 109-5 am Fr 2 Nov 2018 - 12:47

Wenn ich der 3065 noch einen HLA 60943 spendiere und in das Motorschild noch ein Kugellager einsetze, ist das Knattergeräusch weg und sie läuft deutlich gleichmäßiger.
Analoge Loks laufen auf einer digitalen Anlage unkontrolliert mit voller Geschwindigkeit.Anloge Loks müssen digitalisiert werden, damit man sie auf digitalen Anlagen einsetzen kann.
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Re: Kummerkasten DHG500 (3078)

Beitrag von Andreas Pohl am Sa 3 Nov 2018 - 8:27

Hallo Uwe,
ein Mix zwischen analog und digital ist kaum möglich und riskant. Hierbei gibt es m. M. n. nur ein entweder / oder. Es ist so, dass man von Elektrik auf Elektronik umstellt. Eine Elektronik ist empfindlich gegen Kriechströme, Kurzschlüsse und Überspannungen. Deshalb alle Lötungen und Anschlüsse immer mit Schrumpfschläuchen sichern. Wenn der Decoder dann eingebaut ist und entsprechend an Masse angeschlossen, macht ein Kurzschluss, bedingt durch eine Entgleisung nichts. Lediglich ein Kurzschluss in der Lok führt meistens zum Verlust des Decoder.
Ein Einsatz einer digitalen Lok auf einer analogen Anlage geht allerdings schon. Leider werden auf vielen Anlagen noch die 220 V Transformatoren eingesetzt, bedingt durch die neuere Netzspannung von 230V kommt ein höhere Umschaltimpuls aus den alten Trafos und in vielen Fällen werden die Decoder auf Dauer dadurch gegrillt und zerstört.

Freundliche Grüße

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diesmal BR 89066 Mä-3104

Beitrag von Folkwang am Mo 12 Nov 2018 - 18:59

Hallo Andreas, so kleine Schrumpfschläuche habe ich nicht, die muß ich erst noch besorgen. Ansonsten werde ich Deine Ratschläge beherzigen!

Hallo Tobias, am Motorschild herumzuboren, um ein Kugellager einzubauen, halte ich für ein gewagtes Projekt.

Kurz etwas zu meinen Trafos: ich habe zwei Märklin Trafos einen weissen 6647 mit 32VA und einen blauen 37540 mit 10VA, der jedoch bereits für 230V ausgelegt ist. Laut Typenschild gibt der 37540 6-16 | 24V~ ab. Gemessen habe ich 6,0-17 | 28,5V~ in unbelasteten Zustand. Morgen besorge ich mir zwei Leistungswiderstände, um den blauen 37540 etwas zu zügeln, indem ich einen Spannungsteiler dem Anschluß am Gleis vorschalte. Mal sehen wie so etwas bei Wechselstrom funktioniert. So ein Spannungsteiler könnte positive Wirkung auf den Regelbereich und die Umschaltspannung haben. Werde darüber hier berichten.
Vorläufig geht`s bei mir steuerungsmäßig rein analog weiter - jedenfalls noch so lange bis ich eine Mobile Station 60653 günstig erwerben kann. Auch bezüglich der Auswahl einer Digitalsteuerrung bin ich für Ratschläge dankbar.

Very Happy ... und weiter geht es mit meinem Kummerkasten bzgl. der alten, kleinen Märklin Lokomotiven.
Als nächster Patient kam bei mir eine BR 89066 Mä-3104 auf den Küchentisch, eine Flause, die mir der Jörg in den Kopf gesetzt hatte. siehe preussische T8 auf Basis Mä3104
Die Lok hatte ich kürzlich bei eBay erstanden und sie war mit 17,40€ nicht gerade ein Schnapper, wie ich finde. Auf's Gleis gestellt und vom Gehäuse befreit zeigten sich die befürchteten nicht allzuguten Fahreigenschaften und ein stark mit kurzen Haaren und altem, verharztem Fett verschmutztes Getriebe. Igittigitt!
Kurzerhand habe ich mich entschlossen das Fahrgestell, Motorschild und den Anker in mein Ultraschallbad zu packen. Das Ultraschallbad habe ich mit 50°C warmem Wasser mit ganz viel Haushaltsreiniger drin gefüllt und die genannten Teile 7 Minuten lang darin gereinigt. Anschließend die Prozedur mit frischem 50°C Wasser mit Haushaltsreiniger wiederholt. Danach sahen die Teile ganz passabel aus. Das Getriebe ließ sich jetzt leicht mit den Fingern drehen. Also mit Motoröl 30W50 geschmiert und wieder zusammengbaut. Eine erste elektrische Laufprobe ergab, daß alle Teile die Reinigung im Ultraschallbad heil überstanden hatten. Nach dem Zusammenlöten aller Litzen und Drähte konnte die Lok wieder auf's Gleis und zeigt jetzt ganz ordentliche Fahreigenschaften. Das Umschalten ist allerdings immer noch nicht ganz unproblematisch.
Einen ersten gebrauchten Delta Dekoder konnte ich inzwischen erwerben und mal schaun wie es damit weitergeht.

So schön sah die 3104 aus:


Mein Ultraschallbad in Aktion - diesmal beim Reinigen eines Feldmagneten einer Mä-3000:

... der Feldmagnet hat es aber auch wirklich nötig gehabt.


Zuletzt von Folkwang am Di 13 Nov 2018 - 17:02 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Bild nachgereicht)
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Re: Kummerkasten DHG500 (3078)

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